Männer und Frauen leiden aneinander. Aber wenn sich etwas ändern soll am Umgang der Geschlechter, müssen neue Rollen gesucht und gespielt werden. Frauen haben als erste ihre alten Rollen über Bord geworfen. Die Männer sahen staunend zu und vergaßen sich selbst. Wenn wir heute von ihnen verlangen, daß sie sich ändern, dann müssen wir die überholten Männerrollen in Frage stellen. Solange wir Männer benutzen, als seien sie das zweitrangige Geschlecht, das vornehmlich die Dreckarbeit erledigt, werden sie alle Untugenden behalten, die sie für diese Rolle herausgebildet haben. Wir betonen heute das Trennende zwischen den Geschlechtern. Befriedigender ist es, das Gemeinsame zu fördern und das Unterscheidende anzunehmen und nutzbar zu machen. Das vorliegende Buch hält die Grabrede auf den halsstarrig dogmatischen Feminismus. Angesichts des drohenden Gaus der Geschlechter erschließt es neue Sichtweisen, die beide Geschlechter vom Kampf zur hilfreichen Partnerschaft führen und damit zur dringendsten Aufgabe der nächsten Jahre.
Handbuch zur Weiterentwicklung der Männer
Schulz greift hier die schon in
Wenn Frauen nicht mehr lieben beschriebene gesellschaftliche Situation auf und geht darauf ein, wie die Auseinandersetzung
von Männern und Frauen in unserer Gesellschaft sich im Detail abspielt und wie sie zu einer Partnerschaft gewandelt werden kann – wenn beide Geschlechter mitmachen.
Besonders gut gefallen haben mir die Listen von konkreten Vorschlägen (für Männer und Frauen), die jedem Kapitel angefügt sind.
Während Schulz die Angelegenheit pragmatisch und schonend angeht, geht in Wenn Frauen nicht mehr lieben die Autorin wesentlich schonungsloser mit dem Feminismus ins Gericht. Als Frau kann sie sich das leisten.