Titel: Wenn Frauen nicht mehr lieben
Autor: Eva J. Fischkurt
© Verlag Patmos

Männer haben es nicht leicht. Während Frauen heute siegessicher den Gipfel weiblicher Selbstverwirklichung emporklettern, werden Männer Tag für Tag mit der harten Realität ihres Geschlechts konfrontiert. Wie ein Virus nistet sich das Thema "Der Mann als Defizitwesen" immer mehr in alle Lebensbereiche ein. Herab­set­zun­gen, versteckte und offene Kritik und Entwertungen des Mannes sind an der agesordnung: Am Mann wird herumgemängelt und päda­go­gi­siert, beklagt und angeklagt. Oft genug huldigen Frauen einer Selbstfindungsideologie, die ihnen Seele und Geist für die Welt des Mannes verschließt und damit ihre Liebes­sehn­sucht abtötet.
Die vorliegende Streitschrift ist eine provozierende Wortmeldung nach der "Flut von Frauenliteratur", in der eine erfahrene Psychothera­peutin dazu aufruft, die Vorwurfshaltung und Gering­schätzung der Frauen dem männlichen Geschlecht gegenüber aufzugeben und reale Geschlechtsunterschiede zu akzeptieren.

Kommentar

Gute Gesellschaftskritik
Frau Fischkurt beschreibt hier exakt und vor allem schonungslos die gesellschaftliche Situation und das Spannungsverhältnis von Män­nern und Frauen in unserer Gesellschaft. Als Frau kann sie es sich ja hierzulande erlauben, die ungeschminkte Wahrheit zu bringen.

Etwas zu kurz gekommen sind Gedanken zur Lösung der Probleme. Aber dafür gibt es ein gutes Anschlussbuch Wenn Männer in der Falle sitzen.
Während Frau Fischkurt recht aggressiv anprangert, geht der Autor des zweiten Buchs die Angelegenheit pragmatisch an, indem er sach­lich analysiert und gleich Vorschläge zur Verhaltensänderung von Männern und Frauen macht.
Man(n) sollte beide Bücher gelesen haben.