Hochsensible Menschen haben einerseits Empfindsamkeiten und Schwächen, andererseits aber auch besondere Wahrnehmungen, Begabungen und natürliche Fähigkeiten, die sie vom Großteil der Bevölkerung unterscheiden. Ursache für diese Besonderheit, von der ca. 15% der Bevölkerung betroffen sind, ist eine angeborene Verminderung der Filter in der Sinneswahrnehmung, so dass hochsensible Personen (HSP) ihre Umwelt wesentlich intensiver wahrnehmen, was aber andererseits eine hohe Belastung durch Reizüberflutung bedeutet.
Hochempfindlichkeit ist weder Krankheit noch Makel, sondern eine normale und sinnvolle Spielart der menschlichen Art.
In der Vielfalt liegt großes Potenzial für die menschliche Gesellschaft.
Dieses Buch ist das Grundlagenwerk zu diesem verdrängten Thema. Es wendet sich in erster Linie an die hochempfindlichen Menschen selbst,
enthält jedoch auch wichtige Informationen für alle, die beruflich mit Menschen, ihren Potenzialen und ihrem Verhalten in Teams zu tun haben.
Der Autor befasst sich detailliert mit den Gemeinsamkeiten und Eigenheiten der Hochempfindlichen, bietet erhellende und erleichternde Einsichten,
und erklärt Zusammenhänge von persönlicher, gruppendynamischer und gesellschaftlicher Relevanz.
Das Buch enthält neben wissenschaftlichen Hintergründen und vielen anschaulichen Beispielen Ansätze zu einer "Gebrauchsanweisung" für diese Veranlagung.
Ein gutes Sachbuch. Manchmal etwas schwierig zu lesen, weil Kapitel nicht verknüpft sondern mehr eigenständig sind, wie bei einem wissenschaftlichen Fachbuch, aber auf jeden Fall empfehlenswert.
Ich habe erst mit 61 erfahren, dass ich HSP bin, als ich auf der Seite zartbesaitet.net den Test gemacht habe. Geändert hat sich allerdings dadurch für mich wenig. Ich weiß nun, dass es ein verbreitetes Phänomen ist, und andere nicht so gut damit zurechtkommen, und kann dank dem Buch mit gelegentlichen Problemen noch besser fertig werden.
Die ganzen Jahre dachte ich, meine HS (jetzt nenne ich es so) käme daher, dass ich um die 20 mit Psychotechniken
(nein, keine Drogen, sondern selbsterdachte NLP-artige Übungen) versucht habe, meine Leistungsfähigkeit zu erhöhen.
Weil ich aber gleichzeitig mit Autogenem Training experimentiert habe, kam es wohl nur selten zu einer Überforderung, und es wurde ein nützliches Werkzeug.
Dank dem Buch weiß ich nun, dass es in Wirklichkeit eine ererbte Anlage ist, verstehe sie besser und kann besser darauf eingehen.