(keine Angst, auch diese Seite ist in Deutsch)
Seit Jahrzehnten bekommen unsere Schüler jahrelangen Englischunterricht – und verlernen ihre Kenntnisse später, weil sie sie nicht (ge)brauchen.
Ca. 90% unserer Bevölkerung können ihr English gerade mal stammeln.
Wozu auch mehr, wenn sie es im Leben nicht brauchen? Und gerade wenn man regelmäßig in ein bestimmtes Land fährt (z.B. in ein bevorzugtes Urlaubsland)
ist es besser die dortige Sprache zu lernen, als in einer zu radebrechen, die beiden Gesprächspartnern fremd ist.
Bei Bewerbungen werden immer wieder Englischkenntnisse (welchen Grades?) herausgestellt oder gefordert, die dann bei der Arbeit doch nicht gebraucht werden.
Sogar ich als Informatiker komme seit Jahrzehnten mit meinem schwachen Schulenglisch aus.
Trotzdem wird die Religion, dass jeder Deutsche Englisch braucht und können muss (manche behaupten sogar, dass es jeder kann), immer neu gepredigt. Dies zu hinterfragen ist Ketzerei.
Der Gipfel spielt sich aber ab in Firmen, die sich als "Global Player" aufspielen wollen.
Da müssen ("freiwillig" außerhalb der Arbeitszeit, also de facto in unbezahlten Überstunden) abteilungsweise Mitarbeiter English nachlernen,
und sämtliche Arbeitspapiere in Englisch verfassen, obwohl sie fast ausschließlich doch wieder nur von einheimischen Kollegen gelesen werden.
D.h. erst müht man sich beim Schreiben mit einer Fremdsprache ab, und später jeder wieder beim Lesen.
Durch den Gebrauch der fremden Sprache werden kostspielige Missverständnisse und Fehler verursacht.
Als Vorwand dient meist eine Handvoll Menschen aus USA oder Indien, die Aufgaben der Abteilung übernehmen sollen. Aber ist dieses Vorgehen effektiv?
Wäre es nicht einfacher und billiger, die Fremdsprache auf die Papiere und Kontaktpersonen zu beschränken, die wirklich mit den fremden Mitarbeitern zu tun haben?
Oder einfach den fremden Mitarbeitern einen Deutschkurs zu spendieren?
Herr, wirf Hirn vom Himmel, und gib the German Managers and Politicians auch was ab.