Aus Anlass heftiger Diskussionen mit Feministinnen entstand die folgende Umdichtung.
Rot Originalschlager.
Blau Meine Umdichtung.
Das bißchen Haushalt macht sich von allein, sagt mein Mann,
Das bißchen Haushalt kann so schlimm nicht sein, sagt mein Mann,
wie eine Frau sich überhaupt beklagen kann,
ist unbegreiflich, sagt mein Mann.
Das bißchen Geld verdient sich von allein, sagt mei Frau,
das bißchen Arbeit kann so schlimm nicht sein, sagt mei Frau,
daß ich darüber mich auch noch beklagen trau,
ist unbegreiflich, sagt mei Frau.
Das bißchen Kochen ist doch halb so wild, sagt mein Mann,
was für den Abwasch ganz genauso gilt, sagt mein Mann,
wie eine Frau von heut’ darüber stöhnen kann,
ist ihm ein Rätsel, sagt mein Mann.
Und was mein Mann sagt, stimmt haargenau,
ich muß das wissen, ich bin ja seine Frau.
Das bißchen Feilen ist doch halb so wild, sagt mei Frau,
was für Montage ganz genauso gilt, sagt mei Frau,
wie so ein Mann von heut’ darüber stöhnen trau’,
ist ihr ein Rätsel, sagt mei Frau.
Und was mei Frau sagt, da ist was dran,
ich muß das wissen, schließlich bin ich ja ihr Mann.
Das bißchen Wäsche ist doch kein Problem, sagt mein Mann,
und auch das Bügeln schafft man ganz bequem, sagt mein Mann,
wie eine Frau von heut’ da gleich verzweifeln kann,
ist nicht zu fassen, sagt mein Mann.
Und was mein Mann sagt, stimmt haargenau,
ich muß das wissen, ich bin ja seine Frau.
Das bißchen Bohren ist doch kein Problem, sagt mei Frau,
und auch das Schweißen schafft man ganz bequem, sagt mei Frau,
wie so ein Mann von heut’ da gleich zieht eine Schau,
ist nicht zu fassen, sagt mei Frau.
Und was mei Frau sagt, da ist was dran,
ich muß das wissen, schließlich bin ich ja ihr Mann.
Das bißchen Garten, oh wie wohl das tut, sagt mein Mann,
das Rasen schneiden ist für den Kreislauf gut, sagt mein Mann,
wie eine Frau von heut’ das nicht begreifen kann,
ist unverständlich, sagt mein Mann.
Das bißchen Mobbing, oh wie wohl das tut, sagt mei Frau,
ein bißchen Ärger ist für den Kreislauf gut, sagt mei Frau,
ein Mann der das nicht merkt, der ist kein bißchen schlau,
das ist doch logisch, sagt mei Frau.
Er muß zur Firma geh’n tagein tagaus, sagt mein Mann,
die Frau Gemahlin ruht sich aus zu Haus, sagt mein Mann,
Daß ich auf Knien meinem Schöpfer danken kann,
wie gut ich’s habe, sagt mein Mann.
Daß ich auf Knien meinem Schöpfer danken kann,
wie gut ich’s habe, sagt mein Mann.
Daß ich auf Knien meinem Schöpfer danken kann,
wie gut ich’s habe, sagt mein Mann.
Daß ich auf Knien meinem Schöpfer danken kann,
wie gut ich’s habe, sagt mein Mann.
Daheim muß schuften sie von früh bis spät, sagt mei Frau,
dieweil gemütlich er zur Arbeit geht, sagt mei Frau,
Ich müßt mich freu’n, denn meine Sorgen sind nur Schau,
weil ich es gut hab’, sagt mei Frau.
Ich müßt mich freu’n, denn meine Sorgen sind nur Schau,
weil ich es gut hab’, sagt mei Frau.
Ich müßt mich freu’n, denn meine Sorgen sind nur Schau,
weil ich es gut hab’, sagt mei Frau.
Ich müßt mich freu’n, denn meine Sorgen sind nur Schau,
weil ich es gut hab’, sagt mei Frau.
Oktober 1997
Nachtrag Oktober 2004:
Auf Grund einer Nachfrage nach dem Texter des Originals hab ich etwas gegoogelt, und bin so nebenbei auf eine
Meldung des Hamburger Abendblatts gestoßen. Dort heißt es:
Kabarettistinnen dichteten den Text um und merkten an: "Das bisschen Geld verdient sich von allein, sagt mei' Frau."
Es besteht natürlich die theoretische Möglichkeit, dass jemand anders auf dieselbe Idee gekommen ist, wie ich. Aber in Anbetracht der Textgleichheit halte ich das für extrem unwahrscheinlich. Ich gehe darum davon aus, dass mein Text ungefragt benutzt wurde.
Ich freue mich ja, wenn mein Text Kreise zieht. Darum habe ich auch die Verwendung für private Zwecke freigegeben. Auch für gewerbliche Verwendung würde ich bei Kleinkünstlern kein Geld nehmen. Aber bei gewerblicher Verwendung, wie in dem Zeitungsartikel erwähnt, hätte zumindest gefragt werden müssen. Da lag eindeutig eine Urheberrechtsverletzung durch besagte Kabarettistinnen vor. Aber frau braucht sich ja nicht um Gesetze zu kümmern, sofern es "nur" die Rechte von Kindern und Männern sind, die verletzt werden.
Noch gravierender finde ich persönlich allerdings, dass besagte Kabarettistinnen den Text als
eigene Schöpfung ausgegeben haben (sollen).
Ist die Kreativität von Frauen so beschränkt, dass sie Texte von Männern als eigene ausgeben müssen?
Oder hat die Journalistin nur schlampig recherchiert, und den Text automatisch den Frauen zugeschrieben,
weil gemäß feministischer Pseudowissenschaft Männer ja weniger intelligent und kreativ sind, als Frauen?
Von der Schreibe her klingt diese Martina Tabel jedenfalls ausgesprochen feministisch, jedenfalls in diesem Artikel.
Es ist mir nicht der Mühe wert, aufwändig nachzuforschen, was sich da abgespielt hat.
Aber neugierig wäre ich schon. (Verzeihung: Bei Männern heißt das "wissensdurstig"
)